Hermeneutik und Sequenzanalyse – Die Praxis der Auslegung

Bei Sherlock Holmes funktioniert das Verstehen aus logischer Kombination heraus und endet nahezu immer im Lösen eines scheinbar unlösbaren Kriminalfalles. Aber ist das so? Zentraler Punkt dieser Arbeit ist die Vorstellung der Sequenzanalyse als Methode, schrittweise Auslöser und Folge (sprachlicher) Handlungen in Kommunikationen und Interaktionen zu verstehen. Im Interesse stehen die Relevanz, die Anwendbarkeit und die erkenntnistheoretischen Chancen der Sequenzanalyse in der Kommunikationswissenschaft.

1. Einleitung

„Das Leben ist eine einzige Kette von Ursachen und Wirkungen. An einem einzigen Glied lässt sich das Wesen des Ganzen erkennen. (Sherlock Holmes alias Arthur Conan Doyle 1924).”[1]

Sherlock Holmes begreift hier das Leben – die Wirklichkeit – als einen Kreis von Ursache-Wirkungszusammenhängen und stellt die Behauptung auf, dass sich aus einem einzigen Teil – aus einer Sequenz – heraus das Grundprinzip des komplexen Ganzen durchschauen und verstehen lässt. Bei Sherlock Holmes funktioniert das Verstehen aus logischer Kombination heraus und endet nahezu immer im Lösen eines scheinbar unlösbaren Kriminalfalles. Was aber ist denn nun eigentlich das Verstehen bzw. das Erkennen, das Sherlock Holmes als Endziel erreicht? Und was sind die Besonderheiten, wenn man versuchen will, das Verstehen selbst zu verstehen? Um eine theoretisch fundierte Definition des Verstehensbegriffes sowie um den Versuch der Beschreibungen der Charakteristiken des Erkenntnisgegenstandes bemüht sich der Gliederungspunkt zwei dieser Arbeit.

An dieser Stelle kommt im dritten Kapitel nun die Hermeneutik, die gemeinhin bereits seit Jahrhunderten als Lehre des Verstehens bekannt ist, ins Spiel. Zuerst erfolgt eine kurze Begriffsdefinition. Danach soll die Hermeneutik als Methode des systematischen Verstehens vorgestellt werden.

Da das Leben, von dem Sherlock Holmes spricht, auch immer menschliche Individuen und ihre Interaktionen und Handlungen als Auslöser für Ursache-Wirkungszusammenhänge impliziert, soll im vierten Punkt thematisiert werden, wie diese Ursache-Wirkungszusammenhänge entstehen und welche Konsequenzen sie ihrerseits auf das Handeln der beteiligten Individuen haben. Zentraler Punkt dieser Arbeit ist dabei die Vorstellung der Sequenzanalyse als Methode, schrittweise Auslöser und Folge (sprachlicher) Handlungen in Kommunikationen und Interaktionen nachzuvollziehen, um so Einblicke in die möglicherweise bestehenden Strukturen, Konventionen oder Regeln von Kommunikationen zu bekommen und zu verstehen.

Im Anschluss daran besteht im letzten, fünften Schritt die Möglichkeit, von den Teilen wieder auf das Ganze zu blicken und die Regeln, die die Sequenzanalyse erkennen lässt (ob und in wieweit sie das Erkennen von Strukturen ermöglicht, bleibt in Punkt vier abzuwarten), auf gesamtkommunikative Phänomene anzuwenden. Im Interesse stehen dabei rückblickend und resümierend insbesondere die Relevanz, die Anwendbarkeit und die erkenntnistheoretischen Chancen der Sequenzanalyse in der Kommunikationswissenschaft.[2]

2. Das Verstehen

2.1. Zum Begriff

Der Begriff Verstehen an sich scheint erst einmal nicht schwer zu verstehen zu sein. In alltäglichen Situationen fällt uns das Verstehen von sprachlichen Äußerungen, Handlungen oder Gesten in der Regel nicht allzu schwer. Nehmen wir an, ich gehe in eine Bäckerei. Die freundliche Verkäuferin versteht mein Eintreten (meine Handlung) als Absicht, etwas kaufen zu wollen, nimmt mit mir Blickkontakt auf (Geste) und fragt mich: „Guten Tag, was kann ich für Sie tun?“ Ich sage darauf hin: „Zehn Normale, bitte!“ Was will ich nun kaufen? Meine freundliche Verkäuferin weiß sofort, was ich möchte und händigt mir zehn normale Brötchen aus.

Die Verkäuferin hat meine Worte verinnerlicht und in ihnen mutmaßlich ein Muster erkannt, das in ihre Auffassung von Verkaufsgesprächen passt. Sie hat in dieser Alltagssituation also meine sprachliche Äußerung verstanden; ich habe sie zu einer Handlung veranlasst. Verstehen lässt sich daher nach Wilhelm Dilthey folgendermaßen definieren:

„Wir nennen den Vorgang, in welchem wir aus Zeichen, die von außen sinnlich gegeben sind, ein Inneres erkennen: Verstehen. […] [Das] Verstehen [ist] ein Wiederfinden des Ich im Du.“[3]

Um das leisten zu können, muss bei den Individuen, die sich gegenseitig verstehen wollen oder sollen, eine gewisse Ähnlichkeit in ihren körperlichen Gegebenheiten vorherrschend sein. Diese „strukturelle Gleichartigkeit der Menschen“[4] beispielsweise in Bezug auf ihre Sinneswahrnehmungen bewirkt eine gewisse Gemeinsamkeit in ihren Erlebnissen und Erfahrungen, die es ihnen innerhalb einer Gemeinschaft erlaubt, sich auch und gerade in Kommunikationen und Interaktionen gegenseitig zu verstehen.

Dilthey unterscheidet darüber hinaus zwischen den „elementaren Formen des Verstehens“[5] und den „höheren Formen des Verstehens“[6]. Kennzeichnend für die erste Form des Verstehens ist der Pragmatismus, der in einer Alltagssituation, wie sie oben zur Einführung geschildert wurde, zu finden ist:

„In Alltagsinteraktionen herrscht Pragmatismus vor. Kopfnicken heißt ‚Ja’ und mit einer Merci- Schokolade sagt man ‚Danke schön’. Das elementare Verstehen differenziert nicht. Es nimmt Tränen und Trauer als Einheit wahr und nicht als eine Zweiheit, die aus Zeichen und Bezeichnetem besteht. Das elementare Verstehen setzt sich aus situationsgebundenen Dies-bedeutet-das-Einheiten zusammen. Diese Bausteine bilden ein Set von Deutungskonventionen, die von den Mitgliedern einer Gemeinschaft regel- und routinemäßig im Alltagsleben angewendet werden. Anders ausgedrückt: Die pragmatische Alltagspraxis ruht in einer latenten Gemeinsamkeit von Ich und Du. Alle Worte sagen Wir, und in allen Gesten und Gegenständen des Alltags spricht sich die Sprache der Gemeinschaft aus.“[7]

2.2. Nicht-Verstehen

Problematisch wird das Verstehen anscheinend also erst dann, wenn die geführte Interaktion aus der Alltagssituation heraustritt bzw. nicht mehr in die geltenden Konventionen des Alltagspragmatismus eingeordnet werden kann. Nehmen wir noch einmal das Beispiel des Verkaufsgesprächs in der Bäckerei. In der Alltagssituation erwarte ich von der Verkäuferin, dass sie meine Bestellung („Zehn Normale, bitte.“) einfach versteht und mich wunschgemäß bedient. Wenn sie diese Form des Verkaufsgesprächs aber gar nicht kennt, hätte sie vielleicht geantwortet: „Na ja, Bekloppte kriegen Sie hier auch nicht!“.

An dieser Stelle setzt für Dilthey die zweite Form des Verstehens ein. Ein solcher Satz ruft bei mir als Interaktionsbeteiligtem einige Irritation hervor. Ich werde gezwungen, aus der alltäglichen Verstehenssituation herauszutreten, über das Gesagte nachzudenken und mich zu fragen, ob die Verkäuferin tatsächlich nicht verstanden hat, was ich wollte:

„Das höhere Verstehen entsteht aus Störungen des elementaren Verstehens. […] Sobald sich solche Unstimmigkeiten einstellen, ‚wird der Verstehende zur Prüfung geführt’ (Dilthey 1958:210). Das ist die Problemsituation, aus der heraus sich das höhere Verstehen über das elementare erhebt. Es erhebt sich zu Reflexion, indem es aus ‚der Mannigfaltigkeit der Lebensäußerungen einer anderen Person’ auf ‚das Ganze des Lebenszusammenhangs’ schließt (Dilthey 1958:211), um dann von diesem Ganzen aus den Sinn der fraglichen Lebensäußerung besser nachvollziehen zu können.“[8]

So könnte ich, nachdem ich über die Äußerung „Na ja, Bekloppte kriegen Sie hier auch nicht!“ nachgedacht habe, zu dem Schluss kommen, dass die Verkäuferin sehr wohl meine Bestellung verstanden hat, dass sie sich aber mir gegenüber einen Witz mit dem Wortspiel „Normal-Bekloppt“ erlaubt hat. Wesentlich für das höhere Verstehen ist also, dass das Reflektieren über die Situation dazu führen soll, zu einem (evtl. vorläufigen) Verstehen zu gelangen. So fällt es Dilthey auch nicht schwer, das wissenschaftliche Verstehen unter dem höheren Verstehen zu subsumieren. An diesem Punkt ist der Dilthey’sche Kreislauf des höheren Verstehens außerdem auch nicht mehr weit von der Vorgehensweise der Hermeneutik entfernt. Davon wird im dritten Punkt dieser Arbeit die Rede sein.

3. Die Hermeneutik

3.1. Definition

Neben dem alltäglichen und wissenschaftlichen Verstehen, von dem soeben die Rede war, zeigt sich noch eine weitere Besonderheit, sobald man das Verstehen selbst zum Erkenntnisgegenstand macht. Hier geht es dann um das Verstehen des Verstehens. Hier kann die Hermeneutik als Lehre des (interpretativen) Verstehens Hilfestellungen geben, um das Verstehen als Methode anzuwenden, Erkenntnisse über andere Phänomene oder über das Verstehen selbst zu erlangen. Bei einer Hermeneutik handelt es sich aber nie um einen fassbaren Gegenstand, sondern eher um eine Haltung oder ein Gedankenkonstrukt.

Der Begriff Hermeneutik geht zurück auf das griechische Wort hermeneuein für erklären, deuten, interpretieren zurück. Die Wortherkunft kann auf den aus der griechischen Mythologie stammenden Götterboten Hermes zurückgeführt werden. Hermes hatte als Bote der Götter, die eine andere Sprache als die Menschen sprachen, nicht nur die Aufgabe, Botschaften, Nachrichten und Anweisungen zu überbringen. Er war darüber hinaus auch dafür verantwortlich, diese Botschaften in die Sprache der Menschen zu übersetzen, die Götterbotschaften zu deuten und sie zu erklären, damit die Menschen die Worte der Götter verstehen.[9]

Nach diesen grundlegenden Aussagen zur Etymologie des Begriffes muss gesagt werden, dass es sich bei einer Definition des Begriffes niemals um eine umfassende Erklärung handeln kann, da es nicht eine Hermeneutik gibt. Bereits seit der Antike gibt es Philosophen (z.B. Philo von Alexandrien, Origenes, Platon), die hermeneutisch gearbeitet haben. In Europa wurden hermeneutische Methoden insbesondere durch Augustinus und Martin Luther zur Bibelexegese eingesetzt. Später haben sich auch Johann Gottfried Herder, Friedrich Daniel Ernst Schleiermacher, Wilhelm von Humboldt, Edmund Husserl, Martin Heidegger und Hans-Georg Gadamer mit der Hermeneutik auseinandergesetzt. Wie aus dieser Auflistung schnell ersichtlich ist, ist die jeweilige Hermeneutik auch immer abhängig vom Erkenntnisinteresse der Anwender. [10]

Hermeneutik kann daher sowohl als Theorie der Auslegung als auch als Methode zur Auslegung definiert werden. Gerade in Bezug auf die Sequenzanalyse ist in dieser Arbeit die Hermeneutik als Methode zur Auslegung von Interesse. Im nun folgenden Punkt muss also geklärt werden, wie man bei der Auslegung z.B. eines Textes methodisch-hermeneutisch vorgehen kann.

3.2. Hermeneutik als Methode

Wenn man mittels der Hermeneutik z. B. einen Text verstehen möchte, dann lässt man sich auch auf eine ganz bestimmte Vorgehensweise ein, die die Hermeneutik als Methode vorschreibt.

Hier herrschen zwei Methodenparadigmen zur hermeneutischen Arbeit an einem Text vor. Zum einen gibt es die Metapher des hermeneutischen Zirkels Generell gilt der Gadamer- Leitsatz, vom Teil auf das Ganze und dann vom Ganzen wieder auf den Teil schließen zu wollen.[11] Durch den Perspektivenwechsel innerhalb der Interpretation versucht der Hermeneut dann, Erkenntnisse über die jeweilige Fragestellung zu erlangen. Durch den ständigen Wechsel gelangt der Interpret zu einer Wissensakkumulation, die ihn befähigen soll, den Text zu verstehen.

Zum anderen gibt es das Methodenparadigma der hermeneutischen Spirale. Im Gegensatz zum eindimensionalen Bild des hermeneutischen Zirkels, in dem der Forschungsprozess kreisförmig verläuft, deutet das Bild der Spirale eine Mehrdimensionalität und Dynamik an. Auch hier wird vom Ganzen zum Teil und vom Teil zum Ganzen geschlossen. Der Verstehensprozess verläuft in spiralförmigen Bewegungen. Es können immer wieder Informationen auch von Außen zugeführt werden, um mehr Wissen über den zu verstehenden Gegenstand zu erlangen. Durch die hermeneutische Spirale wird die Tatsache der Wissensakkumulation auch bildlich verdeutlicht. Die Spiralbewegung ist quasi die potentiell unendlich oft wiederholbare Zirkelbewegung.[12]

3.3. Exkurs: Verstehende Soziologie

An diesem Punkt der Arbeit wird ein Exkurs zur verstehenden Soziologie notwendig, denn neben der Hermeneutik hat sich die Soziologie als Forschungsdisziplin ebenfalls mit dem Verstehensbegriff auseinandergesetzt. Die verstehende Soziologie steht dabei insbesondere in der Tradition von Max Weber und Alfred Schütz. Hinweise auf mögliche Gemeinsamkeiten oder Unterschiede zur Hermeneutik sind aber weder bei Schütz noch bei Weber zu finden.

Auch in den Sozialwissenschaften sind so Ansätze zum Verstehen des Verstehens entwickelt worden. Die Soziologie beschäftigt sich sowohl mit der Frage nach Strukturen von sozialem Handeln, also von Handeln, das in gesellschaftliche Interaktionen eingebunden ist, als auch mit der Frage nach dem Sinn, der hinter diesen Handlungen steht. Die verstehende Soziologie greift dabei auf die Handlungstheorie zurück und unterscheidet zwischen Verhalten, Handeln und sozialem Handeln.

Max Weber definiert Soziologie und die grundlegenden handlungstheoretischen Kernbegriffe wie folgt:

„Soziologie (im hier verstandenen Sinn dieses sehr vieldeutig gebrauchten Wortes) soll heißen: eine Wissenschaft, welche soziales Handeln deutend verstehen und dadurch in seinem Ablauf und seinen Wirkungen ursächlich erklären will. ‚Handeln’ soll dabei ein menschliches Verhalten (einerlei ob äußeres oder innerliches Tun, Unterlassen oder Dulden) heißen, wenn und insofern als der oder die Handelnden mit ihm einen subjektiven Sinn verbinden. ‚Soziales’ Handels aber soll ein solches Handeln heißen, welches seinem von dem oder den Handelnden gemeinten Sinn nach auf das Verhalten anderer bezogen wird und daran in seinem Ablauf orientiert ist.“[13]

Im Zentrum der Betrachtung der Soziologie steht also das deutende Verstehen des sozialen Handelns, das seinem „gemeinten Sinn“[14] nach auf andere bezogen ist. Der Sinn wird dabei von dem oder den Handelnden der jeweiligen Handlung zugewiesen. Somit ist der Sinn der Handlung als „subjektiv gemeinter Sinn“[15] zu bezeichnen.

Damit nun soziale Interaktion und Gemeinschaftsleben stattfinden können, müssen die Beteiligten erkennen, dass es sich bei der Handlung um eine soziale Handlung und damit um eine Handlung mit einem subjektiven Sinn, den es zu verstehen gilt, handelt:

„Verstehen kann heißen: 1. das aktuelle Verstehen des gemeinten Sinnes einer Handlung (einschließlich: einer Äußerung). […] 2. erklärendes Verstehen. […] ‚Verstehen’ heißt in all diesen Fällen: deutende Erfassung des […] Sinnes oder Sinnzusammenhangs.“[16]

Ziel der verstehenden Soziologie ist es demnach, im gemeinschaftlichen Gesellschaftsleben bestimmte wiederkehrende herauszufinden, diese nachzuvollziehen und sie als Strukturen mit bestimmter Funktion zu verstehen. Die Sequenzanalyse, die im nächsten Punkt dieser Arbeit zu diskutieren sein wird, versucht genau dies zu leisten.

4. Die Sequenzanalyse

4.1. Definition

In den vorangegangenen Gliederungspunkten wurden die Hermeneutik und die verstehende Soziologie in Bezug auf ihre wichtigsten Kernaussagen kurz gegenübergestellt. Dies war notwendig, da sich nur so die erkenntnistheoretischen Chancen der Sequenzanalyse zumindest ansatzweise nachvollziehen lassen. Theoretische Grundlage für die Sequenzanalyse ist die Handlungstheorie nach Alfred Schütz. Wenn im vorherigen Teil davon die Rede war, dass auch eine sprachliche Äußerung eine Handlung im Sinne der verstehenden Soziologie ist, dann muss davon ausgegangen werden, dass die Soziologie daran interessiert ist, auch in der sprachlichen Äußerung nach Strukturen und deren Funktionen für die Gemeinschaft zu suchen und sie zu verstehen. Innerhalb einer kommunikativen und spezifisch sprachlichen Interaktion finden sich daher Ansatzpunkte für die Soziologie, um Erkenntnisse über die Regeln der Gemeinschaft zu finden:

„[D]as Verhalten eines Individuums kann nur in Verbindung mit dem Verhalten der ganzen gesellschaftlichen Gruppe verstanden werden, dessen Mitglied es ist, denn seine individuellen Handlungen sind in größeren, gesellschaftlichen Handlungen eingeschlossen, die über den Einzelnen hinausreichen und andere Mitglieder dieser Gruppe ebenfalls betreffen.“[17]

Die Sequenzanalyse ist als eine Methode zu verstehen, mittels derer Handlungen durch sprachliche Äußerungen nachvollziehbar und typisierbar gemacht werden können. Sie ist jedoch keine genuin soziologische Methode; vielmehr vereinigt sie in sich Theorien und Vorgehensweisen, die sowohl der Hermeneutik als auch der Soziologie zugeordnet werden können. Eine Weiterentwicklung und Annäherung von Soziologie und Hermeneutik wurde insbesondere durch Hans-Georg Soeffner geleistet.[18]

Für die Analyse von Kommunikationen sind also Ausdrucksmittel als Bestandteile konkreter sozialer Handlungen von Interesse und damit der Erfahrungsgegenstand der Analyse.[19] Die Zusammenführung von Hermeneutik und Soziologie beginnt in der Konzeption der Sequenzanalyse. Sie versucht, (sprachliche) Handlungen deutend zu verstehen und fasst den Text (die Kommunikation) als Ganzes auf, während die aufeinander aufbauenden Handlungsschritte und die in ihnen enthaltenen Zeichen als Teile aufgefasst werden, aus denen mittels hermeneutischer Verfahren auf das Ganze geschlossen werden kann und umgekehrt.[20]

Die Sequenzanalyse ist eine Methode, die das Handeln als Ablauf in der Zeit erfasst und die den Sinn der Zeichen in der „Linie des Geschehens“[21] rekonstruiert. Für die Analyse unerlässlich ist dabei das Protokollieren des Einzelfalls. Erst diese Aufzeichnung ermöglicht das schrittweise Nachvollziehen eines Handlungsverlaufs. Die Sequenzanalyse ist also eine pfadabhängige Rekonstruktion, die davon ausgeht, dass sich Handlungen in Sequenzen vollziehen und dass auch kommunikativen Handlungen aufeinander aufbauen. Im Rahmen des gesamten Textprotokolls eines Gesprächs gilt dann jedes sprachliche Zeichen als motiviert und ist eine Folge aus den vorhergegangen Handlungen. Sie können ein Auslöser weiterer Handlungen sein. Grundannahme der Sequenzanalyse ist demnach ein Sinnzusammenhang, der in Sequenzen aufgeteilt werden kann. Die Sequenzanalyse versucht herauszufinden, wie in einem Handlungsprozess ein Problem gelöst wurde und auf welche Weise das Problem gelöst wurde. Um das zu können, werden die Sequenzen einzeln analysiert und dann wird vom Einzelnen wieder auf das Gesamte geschlossen. Die einzelnen Sequenzen bilden dann ein sinnhaft geordnetes Ganzes. An diesem Punkt trifft sich die Hermeneutik mit der verstehenden Soziologie.[22]

4.2. Besonderheiten der Sequenzanalyse

Im Erkenntnisinteresse der Sequenzanalyse liegen also in Kommunikationen enthaltene Handlungsstrukturen. Besonderheit ist die faktische Verspätung der Analyse einer Kommunikation. Das Problem besteht darin, dass der Ausdruck immer von der jeweiligen Situation abhängig und damit ist jede Analyse einzelfallorientiert ist. Nehmen wir an, dass der Gegenstand einer Analyse ein Prüfungsgespräch ist. Um Daten zu erheben, kommt die Analyse des Einzelfalls systematisch zu spät. Die Analyse geschieht erst dann, wenn die Situation selbst schon längst vorüber ist. Der Wissenschaftler kann nicht in der Situation wissenschaftlich verstehen, sondern hat (selbst wenn er in der Situation anwesend ist) nur ein alltagsweltliches Verstehen der Situation. Um die Situation und das Handeln wissenschaftlich zu verstehen, muss der Wissenschaftler das Material, also das Gespräch, für eine spätere Analyse sichern (z. B. durch Tonband- oder Videoaufzeichnungen oder durch Mitschriften). Das Interpretieren beginnt erst nach Abschluss des Einzelfalls und damit nach Abschluss der einmaligen sozialen Handlung.[23]

4.3. Die Praxis der Auslegung am Beispiel der Sequenzanalyse

Im folgenden Teil soll es jetzt darum gehen, die Auslegung eines Textes in der Praxis nachzuvollziehen und eine Sequenzanalyse anhand einer kurzen Kommunikation zu demonstrieren. Die hier angelegte Sequenzanalyse ist in Kurt 2004: 237-257 zu finden. Im Gegensatz zu Kurt erschien es für diese Arbeit aber sinnvoller, anstatt der vorgeschlagenen vier Analyseschritte insgesamt acht Schritte durchzuführen, um die Analyse vollständig erfassen zu können.

S. 1: Sequenz isolieren

Die Sequenzanalyse beginnt mit der Isolation der Anfangssequenz des Textes. In diesem Fall handelt es sich bei dem Satz: „A: Dieter, du weiß’ worum’s geht, ne?“ [24] um eine Anfangssequenz. Der Interpret bestimmt dabei aufgrund seines je eigenen Erfahrungsschatzes mit Handlungsabfolgen, an welcher Stelle Sequenzen anfangen und enden. Prinzipiell wäre es also möglich, die Anfangssequenz an einer anderen Stelle beginnen oder Enden zu lassen. Auch der Fragepartikel „ne“ könnte beispielsweise als eine eigene Sequenz gelesen werden, die eine bestimmte Handlung auslösen soll. Kontext und eventuelles Vorwissen um die Situation werden immer ausgeblendet. Der Interpret muss sich systematisch unwissend stellen. Er stellt an die vorliegende Sequenz die Frage, was es für eine Handlung ist, die hier zum Ausdruck kommt, und was mit dieser Handlung erreicht werden soll.

S. 2: Lesarten entwickeln

Nun muss sich der Interpret die Frage stellen, wie diese sprachliche Handlung interpretiert werden kann. Der Interpret muss versuchen, möglichst viele Lesarten zu entwickeln. Er stellt sich dabei die Frage, in welchem Handlungskontext diese sprachliche Äußerung als sinnvoll erscheinen kann. Ziel ist es, sich mögliche Zusammenhänge auszudenken, in denen die aus ihrem realen Kontext herausgelöste Sequenz als sinnvoll erscheint. Das Bilden von Lesarten hilft, Fragen zu beantworten wie z. B. wer was in welcher Situation zu wem sagen könnte und warum er genau das mit einem bestimmten Zweck gesagt hat oder es unterlassen hat, etwas zu sagen. Lesarten für die obige Sequenz könnten z. B. ein Eltern-Kind-Gespräch („Dieter, du hast etwas angestellt und du weißt, worum es geht!“) oder ein Selbstgespräch („Dieter, es ist dein Vorstellungsgespräch, du weißt, dass viel auf dem Spiel steht!“) sein. Die faszinierten Lesarten können dabei durchaus widersprüchlich sein; sie müssen lediglich im Zusammenhang mit der Sequenz eine Handlungslogik ergeben. [25]

S. 3: Überprüfung der fantasierten Lesarten anhand des Handlungskontextes

Im nächsten Schritt geht der Interpret vom Einzelnen (Sequenz) zurück zum Ganzen (realer Handlungskontext). Der ursprüngliche Kontext, allerdings nicht die Folgesequenzen, wird eingeblendet. Es erfolgt ein Abgleich von Fantasie und real verlaufener Handlung. Generell bestehen zwei Möglichkeiten: (1) Der tatsächliche Handlungskontext ist in den erdachten Kontexten enthalten. In diesem Fall handelt es sich um einen bereits bekannten Handlungsplan, den der Wissenschaftler durch seine Erfahrungen als möglichen Kontext für seine Sequenz konstruieren konnte, d. h. die gesuchte Struktur der Handlung ist bekannt und befähigt den Interpreten dazu, den realen Handlungskontext zu fantasieren. (2) Der tatsächliche Handlungskontext ist in den erdachten Kontexten nicht enthalten. Es handelt sich um einen Handlungsablauf, der noch unbekannten Regeln folgt. An diesem Punkt beginnt die wirkliche Arbeit der Sequenzanalyse, denn:

„Es gilt, Unentdecktes zu entdecken. Entdecken heißt finden – aber nicht erfinden. Die Sequenzanalyse erfindet nichts Neues; ihr Ziel ist die Explikation von Wissenselementen, Sinnzusammenhängen und Kompetenzen, ‚die von den Handelnden in ihren Interaktionen immer schon als ‚tacit knowledge’ eingesetzt werden’.“[26]

Der reale Text ist ein Handlungsprotokoll aus einer Beschuldigtenvernehmung. Ein Polizeibeamter ermittelt in einem Bagatelldelikt und nimmt in seinem Dienstzimmer zu Protokoll, was der 14jährige Beschuldigte zu sagen hat. Dieser reale Handlungskontext ist mit keiner der fantasierten Versionen deckungsgleich (kein Eltern-Kind-Gespräch, kein Selbstgespräch). Der reale Handlungskontext erinnert zwar an eine Standpauke in einer Eltern-Kind-Beziehung, es ist aber de facto keine.

Die Sequenzanalyse steht jetzt also vor einer Unstimmigkeit, die erklärt werden muss: In welchem Sinnzusammenhang ist die fragliche Handlungssequenz zu verstehen? Wie lässt sich die Unstimmigkeit der Standpauke in einer Eltern-Kind-Beziehung als stimmige Lösung auf das Handlungsproblem des Polizeiverhörs beziehen?

S. 4: Vom Kontext zum Text

Nachdem der Interpret nun also Anfangssequenz, fantasierte Lesarten und reale Folgesequenz kennt, legt er in der Analyse seinen Blick vom Kontext zurück zum Text: Welche Handlungsmöglichkeiten im Text hätte der Polizist in diesem spezifischen Kontext der Verhörsituation?

Um das herauszufinden, ist es für den Wissenschaftler notwendig, die hermeneutische Spirale zu durchbrechen und sich Wissen z.B. über die biografischen Daten der Handelnden oder über die Handlungssituation (Uhrzeit, Kleidung usw.) anzueignen, um so die Hintergründe des Handels deutlich zu machen. Der Wissenschaftler tut jetzt also so, als hätte der Handelnde vor dem spezifischen Hintergrund eine Möglichkeit gehabt, seine nächste sprachliche Äußerung frei zu wählen und damit eine spezifisch andere Handlung zu vollziehen.

Der Interpret beginnt jetzt also damit, auf Basis des realen Kontexts verschiedene sprachliche Äußerungen zu finden. Das wirkliche Handeln wird so zu einem unter vielen möglichen Handeln. So hätte der Polizist den Jungen evtl. siezen können oder ihm gegenüber eine wesentlich förmlichere Beamtensprache anschlagen können („Ich nehme hier zu Protokoll, was Sie zum Tathergang sagen. Sie haben das Recht, die Aussage zu verweigern.“ oder „Ich werde dir jetzt einige Fragen stellen, aber du musst mir nicht antworten.“).[27]

S. 5: Antizipation des Fortgangs des Handlungsgeschehens

Nachdem der Interpret jetzt einen Blick auf Sequenz, Kontext und Handlung geworfen hat, muss er sich zum einen die Frage stellen, warum der Polizist genau diese sprachliche Handlung gewählt und keine andere gewählt hat. Hier könnte der Interpret vermuten, dass der Polizist seine einleitenden Worte als rhetorische Frage oder als Leitmotiv gemeint hat. Zum anderen macht sich der Interpret Gedanken darüber, wie die sprachliche Handlung des Polizisten auf de Jungen gewirkt haben könnte. So könnte Dieter die Äußerung des Polizisten entweder als bedrohlichen Angriff auf ihn deuten oder auch als Beziehungsangebot der väterlichen Nähe eingehen. Die potentiell väterliche Nähe ähnelt dabei in eigentümlicher Weise der oben antizipierten Eltern-Kind-Beziehung.[28] Der Interpret nimmt jetzt die möglichen Anworten des Jungen vorweg. Dieter könnte mit „Ja“ oder „Nein“ antworten oder auch schweigen.

S. 6: Abgleich mit der realen Folgesequenz

Erst jetzt sieht sich der Interpret die Folgesequenz an. Die zweite Sequenz lautet: „B: Ja.“[29]. Damit scheiden alle Sequenzhypothesen aus, die mit dieser Möglichkeit nicht vereinbar sind (z.B. die Hypothese des störrischen Schweigens).

S. 7: Antizipation der nächsten Sequenz auf Basis der verbliebenen Hypothesen

Nach dem Ausscheiden der anderen Hypothesen über die Folgesequenzen kann der Interpret jetzt die Hypothese bilden, dass sich der Beschuldigte in den kommenden Sequenzen kooperativ zeigen wird, weil er sich auf das Beziehungsangebot des Beamten eingelassen hat. Damit ist die zweite Sequenz die Instanz, die die in Schritt 5 gebildeten Hypothesen über den Fortgang des Handlungsgeschehens zu falsifizieren.[30] Auf Basis der jetzt noch verbliebenen Hypothesen (Kooperativität bei väterlichem Beziehungsangebot) muss der Interpret mit seiner Analyse wieder bei Schritt 2 beginnen und erneut verschiedene Handlungskontexte fantasieren, um herauszufinden, wie die Regeln dieser Kommunikation herauszufinden.

S. 8: Typisierung des Einzelfalls als besondere Lösung des allgemeinen Problems

Die Analyse wird jetzt solange fortgesetzt, bis sich aus den analysierten Sequenzen eine Typisierung ergibt. In diesem Fall kann der Interpret zu der Ansicht gelangen, dass die eigentlich offizielle Vernehmungssituation vom Polizisten nicht ohne Grund auf eine so informell-familiäre Art geführt wurde. Sein väterlicher Ton hatte die Funktion, beim Jungen Vertrauen zu wecken und ihn zu einem Geständnis zu bringen. Sobald Dieter das Beziehungsangebot angenommen hatte, kann der Interpret den Fortgang des Gesprächs prognostizieren:

„Der zunächst methodisch kontrolliert aufgebrochene Kreis des Verstehens ist nun auf methodisch kontrollierte Weise wieder – mit Erkenntnisgewinn – geschlossen worden. Der Text kann jetzt als Antwort auf eine Frage beziehungsweise als Lösung eines Handlungsproblems verstanden werden. Das sequenzanalytische Vorgehen rekonstruiert einerseits die soziale Problemsituation, in der Menschen aus ihrer subjektiven Perspektive heraus gehandelt haben. Andererseits rekonstruiert er die Typik einzelfallsspezifischer Problemlösungen. Diese Typik ist eine Abstraktion, die bestimmte Merkmale des Handlungsgeschehens in einer Struktur zusammenfasst. Die Strukturbildung ist das Ende der Einzelfallanalyse, aber nicht notwendigerweise das Ende des Forschungsprozesses. Weitere Analysen können zeigen, ob dasselbe Handlungsproblem in anderen Fällen auf die gleiche oder auf andere Weise gelöst wird.“[31]

5. Fazit: Praxis der Auslegung – Auslegung der Praxis

Abschließend und zusammenfassend ist zu sagen, dass es der Interpret in diesem Beispiel mit Hilfe der Sequenzanalyse geschafft hat, sowohl die Alternativen als auch die Selektionskriterien der Handelnden zu rekonstruieren. Durch Nachvollziehen des sequenziellen Geschehens ist es also möglich, den Weg zu Entscheidung für eine Handlungsweise nachzuzeichnen. Der soziale Sinn lässt sich in diesem Beispiel schon nach der Analyse weniger Sequenzen typisieren und zu einem Handlungsschema machen (hier: väterliche Kooperativität und Vertrauen schaffen).

Praktische Anwendungen können solche Ergebnisse z. B. in der Polizeiforschung finden. Durch das Erkennen von spezifischen Strukturen und Mechanismen können so Handlungsanweisungen z. B. für die Vernehmung Minderjähriger erarbeitet werden. Die Sequenzanalyse hat außerdem eine direkte Verbindung und Relevanz für die Kommunikationswissenschaft, da es so möglich wird, theoretische Erkenntnisse für die Gesprächsforschung zu erlangen.

Allerdings muss auch angemerkt werden, dass es weder eine endgültige noch eine allgemein gültige Interpretation geben kann. Der Interpret muss sich bewusst sein, dass das Interpretieren ganz von der Sozialgemeinschaft und der Zeit, in der er lebt, abhängig sein kann. Erst ein gewisser Abstand vom Alltag schafft ein wissenschaftliches Verstehen und die Hermeneutik bietet Instrumente, um dies methodisch nachzuvollziehen.

Und so schließt sich zum Schluss mit der Möglichkeit des Verstehens der Problemkreis, den diese Arbeit über die Sequenzanalyse aufgetan hat, denn „es ist alles eine Frage der Haltung. Im Gegensatz zu Anti-Hermeneuten, die alle immer sofort verstehen, verstehen Hermeneuten erst mal nichts.“[32]

Quellen:

Herbrik, Regine/ Soeffner, Hans-Georg: Wissenssoziologie. In: Münch, Richard/ Nummer-Winkler, Getrud/ Rammert, Werner/ Soeffner, Hans-Georg (Hrsg.): Soziologische Revue. Besprechungen neuere Literatur. Jahrgang 28, Sonderheft 6. München: Oldenbourg 2006.
Honer, Anne/ Reichertz, Jo/ Schneider, Werner (Hrsg.): Hermeneutik der Kulturen – Kulturen der Hermeneutik. Zum 65. Geburtstag von Hans- Georg Soeffner. Konstanz: UVK Verlagsgesellschaft mbH 2004.
Kurt, Ronald: Hermeneutik. Eine sozialwissenschaftliche Einführung. Konstanz: UVK Verlagsgesellschaft mbH UTB 2004.
Mead, George, H.: Geist, Identität und Gesellschaft. Frankfurt am Main: Suhrkamp 1973.
Reichertz, Jo / Schröer, Norbert (Hrsg.): Hermeneutische Polizeiforschung. Aus: Lange, Hans- Jürgen: Studien zur Inneren Sicherheit. Band 5. Opladen: Leske + Budrich 2003.
Reichertz, Jo: Abduktion im Lichte der Rezeptionsgeschichte. In: http://www.uni-essen.de/kowi/reichertz/downloads/abduktion.pdf (online am 24.03.2007)
Soeffner, Hans- Georg: Auslegung des Alltags – Der Alltag der Auslegung. Konstanz: UVK Verlagsgesellschaft mbH UTB 2004.
Weber, Max: Soziologische Grundbegriffe. 6., erneut durchgesehene Auflage mit einer Einführung von Johannes Winkelmann. Tübingen: Mohr Siebeck UTB 1984.
Vogt, Jochen: Einladung zur Literaturwissenschaft. 4. aktualisierte Auflage. Paderborn: Fink Verlag UTB 2002.

Anmerkungen:

[1] Zitiert nach: Reichertz, Jo / Schröer, Norbert (Hrsg.): Hermeneutische Polizeiforschung. Aus: Lange, Hans- Jürgen: Studien zur Inneren Sicherheit. Band 5. Opladen: Leske + Budrich 2003, S. 200.
[2] Zur Sherlock-Holmes-Thematik vgl. Reichertz, Jo: Abduktion im Lichte der Rezeptionsgeschichte. In: http://www.uni-essen.de/kowi/reichertz/downloads/abduktion.pdf (online am 24.03.2007)
[3] zitiert nach: Kurt, Ronald: Hermeneutik. Eine sozialwissenschaftliche Einführung. Konstanz: UVK Verlagsgesellschaft mbH UTB 2004. S. 134f.
[4] Kurt, Ronald: Hermeneutik. Eine sozialwissenschaftliche Einführung. A. a. O. S. 134ff.
[5] ebda, S. 135.
[6] ebda, S. 136.
[7] ebda, S. 135
[8] Kurt, Ronald: Hermeneutik. Eine sozialwissenschaftliche Einführung. A. a. O. S. 136f.
[9] Kurt, Ronald: Hermeneutik. Eine sozialwissenschaftliche Einführung. A. a. O. S. 19ff.
[10] ebda S. 47-175.
[11] Vogt, Jochen: Einladung zur Literaturwissenschaft. 4. aktualisierte Auflage. Paderborn: Fink Verlag UTB 2002. S. 51-72.
[12] ebda
[13] Weber, Max: Soziologische Grundbegriffe. 6., erneut durchgesehene Auflage mit einer Einführung von Johannes Winkelmann. Tübingen: Mohr Siebeck UTB 1984. S. 19.
[14] ebda
[15] ebda
[16] ebda. S. 24ff.
[17] Mead, George, H.: Geist, Identität und Gesellschaft. Frankfurt am Main: Suhrkamp 1973. S. 41.
[18] Soeffner, Hans- Georg: Auslegung des Alltags – Der Alltag der Auslegung. Konstanz: UVK Verlagsgesellschaft mbH UTB 2004.
[19] Kurt, Ronald: Hermeneutik. Eine sozialwissenschaftliche Einführung. A. a. O. S. 240ff.
[20] Kurt, Ronald: Hermeneutik. Eine sozialwissenschaftliche Einführung. A. a. O. S. 240ff.
[21] vgl. ebda S. 240
[22] vgl. ebda S. 240ff
[23] Kurt, Ronald: Hermeneutik. Eine sozialwissenschaftliche Einführung. A. a. O. S. 237ff.
[24] ebda S. 241 ff.
[25] Kurt, Ronald: Hermeneutik. Eine sozialwissenschaftliche Einführung. A. a. O. S. 245ff.
[26] ebda S. 248.
[27] Kurt, Ronald: Hermeneutik. Eine sozialwissenschaftliche Einführung. A. a. O. S. 250ff.
[28] Kurt, Ronald: Hermeneutik. Eine sozialwissenschaftliche Einführung. A. a. O. S. 251ff.
[29] ebda S. 252.
[30] ebda S. 253ff
[31] Kurt, Ronald: Hermeneutik. Eine sozialwissenschaftliche Einführung. A. a. O. S. 254ff.
[32] Kurt, Ronald: Hermeneutik. Eine sozialwissenschaftliche Einführung. A. a. O. S. 261.